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Die Stadtteile Exter und Uffeln

 

Diese Seite soll ältere Bürger dieser Stadt an ihre Jugendzeit erinnern und für die jüngeren einen kleinen Blick in die Geschichte

der Stadt Vlotho ermöglichen.

 

Exter  Stadtteil von Vlotho seit 1969

 

 

Bis August 1998 war hier das Postamt Exter mit Brief-, Paket- und Bankdienst untergebracht.

 

Lindemanns Windmühle Exter.

 Erbaut 1850.

 

Luftfoto, Exter

 

Stichwort  Hotel „Ellermann“

Der Name Ellermann übertrug sich auf den ehemaligen Dorfkrug, als am 20. Mai 1906 der Bäckermeister August Ellermann die Inhaberin Marie Henriette Bartram geb. Eikmeier heiratete. Seit dieser Zeit gab es in dem Haus neben der Gaststätte, eine Poststelle, ein Lebensmittelgeschäft und eine Bäckerei. Nach dem Tod von August Ellermann führte sein Sohn Wilhelm Ellermann zusammen mit seiner Frau Elfriede das Unternehmen weiter. Wilhelm Ellermann zählte zu den Mitbegründern des Reit- und Fahrvereins Exter und war Mitglied in zahlreichen Vereinen, die vielfach das Haus Ellermann als Vereinslokal

wählten.    Zum weiter lesen, Bild anklicken.

Stichwort Hotel Grotegut Exter

Links, „Gasthof zum Bahnhof“, Besitzer Simon Knöner bis 1942.

 

Ab 1960 ist das Hotel im Besitz der Familie Grotegut. Mehr über die beiden Hotels in Exter, finden Sie auf der Internetseite der Geschichtswerkstatt Exter.

Stichwort Salon Helmig

Der Friseur Walter Helmig eröffnete am 2. März 1933 im elterlichen Haus am Steinbrink sein Friseurgeschäft. Die Meisterprüfung legte er am 13. Juli 1939 ab. Später, im Oktober 1954, begann er mit einem Neubau im Ortskern von Exter. Am 1.7.1955 wurde der Umzug in das Haus Detmolder Straße 251 vollzogen. Hier wirkte der Meister mit Tochter und Gehilfen bis 1979 im Herren- und Damensalon Helmig. Er starb am 12.7.1979 im Alter von 66 Jahren. Ehefrau Irmgard Helmig führte das Geschäft bis Ende 1981 unter ihrer Regie weiter. Dann übernahm Tochter Erika am 1.1.1982 den Salon. Seitdem leitet Erika Kenneweg, geb. Helmig, das Geschäft unter

dem Namen „Salon Helmig" zur Zufriedenheit ihrer Kunden.  Foto: um 1985.

Stichwort - schulische Verhältnisse in der Gemeinde Exter

 Mit der Vollendung des im Jahre 1963 bezogenen neuen und gegenwärtigen Schulgebäudes wurde auch ein neuer Abschnitt der schulischen Verhältnisse in Exter eingeleitet. Über 300 Jahre reicht die wahrhaft wechselvolle Geschichte der Schule zurück. In unmittelbarer Nähe der 1666 erbauten Kirche entstand in räumlicher Verbindung damit auch eine Wohnung für den Küster. Er hatte zugleich den Auftrag, die Kinder der neu gebildeten Gemeinde zu unterrichten. Sein Schulbezirk umfasste die Bauerschaften Exter und Solterwisch und einige Höfe in Schwarzenmoor und Niederbecksen.    Bericht

Stichwort Hof Pönighausen-Brinkmeyer

Ein baugeschichtliches und architektonisch schönes Fachwerkhaus stellt das Bauernhaus auf dem Hofe des Eigentümers Albrecht Pönighausen-Brinkmeyer in Solterwisch dar. Der Hof, der etwa 140 Morgen groß ist und außer der Landwirtschaft Kälberzucht betreibt, liegt an der Herforder Straße. Er wird im Straßenverzeichnis unter der Nr. 308 geführt.

Die Herforder Straße war anfänglich noch nicht vorhanden. Eine Verbindung zwischen Exter und Vlotho stellte die am Hang oberhalb des Hofes verlaufende „Alte Vlothoer Straße" her. Der rückwärtige Teil des Hofbereiches besteht aus den geologisch begründbaren „salzigen

Wiesen". Sie gaben übrigens dem Ort seinen Namen, nämlich abgeleitet von den plattdeutschen Bezeichnungen „Saltwiesen und Soltwiesen".          Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort ZDF-Fernsehgottesdienst in der Autobahnkirche

Einige Monate zuvor in den Vlothoer Tageszeitungen angekündigt, fand am 11. Juli 2010 der ZDF-Fernsehgottesdienst in einer Live-Übertragung aus Vlotho-Exter statt. Bereits am Freitag den 9. Juli war das ZDF-Team angereist um die technischen Vorbereitungen vorzunehmen. Der Fahrzeugpark bestand aus zwei Übertragungswagen, jeder von der Größe eines Möbeltransporters, einem Stromaggregat-Versorgungswagen* und einem Satelliten-Übertragungswagen für die Bild- und Tonübertragung ins Sendezentrum nach Mainz.

Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Die Gottesdienstübertragung wurde am Tage der Ausstrahlung im Videotext angezeigt. Hier die Seiten.   

 

Uffeln Stadtteil von Vlotho seit 1973, zuvor Kreis Minden

 

Stichwort Schule Uffeln

Das erste Schulgebäude, in dem etwa 30 Kinder unterrichtet wurden, stand in dem von der Mindener Straße und dem Weg „Zu den Höfen" gebildeten Dreieck auf dem heutigen Anwesen des Landwirts Meier (heute nähe WEZ). Von dem kleinen Haus, das bald nach 1800 erbaut wurde und als eines der ältesten Häuser die Nummer 26 trug, ist nichts mehr vorhanden. Mit der Zeit wuchs das Schüleraufkommen beträchtlich, so dass die Platzverhältnisse nicht mehr ausreichten. 1882 entschloss man sich für einen Neubau, dieser fand in der damaligen Mitte des Dorfes seinen Platz (heute Schulgarten/Ecke Buhnstraße). Der Bitte, eine zweite Schule auf dem Buhn zu errichten,

wurde zunächst abgelehnt. Als das Drängen der Buhner Bürger immer größer wurde, erhielt der Buhn zehn Jahre später (1895) doch noch seine eigene Schule. Dieser Zustand mit nun zwei Uffelner Schulen blieb solange erhalten, bis im Jahr 1964 die neue Schule an der Buhnstraße gebaut wurde.  Geschichte

Stichwort Die Besiedlung Uffelns zur Mitte des 19. Jahrhunderts

Die nebenstehende Karte der Bauerschaft Uffeln war zunächst als Beitrag zu einer geplanten Chronik des vormaligen Kirchspiels Holtrup vorgesehen. Zu diesem Zweck wurde sie auch von Friedrich Oberschelp, einem ehemaligen   Uffelner, gezeichnet. Die Zeichnung gibt den Stand der Besiedlung wieder, wie sie in der Zeit von etwa 1825 bis 1850 anzutreffen war. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass sich von der Lage her gesehen, bei den Kolonaten, die auch vorher schon erwähnt werden, keine wesentlichen Veränderungen ergeben haben.    Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Gasthaus Heilemeier

Gasthaus Heilemeier  mit Saalanbau an der linken Seite. Besitzer Gastwirt Wilhelm Büsching leitete diese Wirtschaft bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1970. Vorbesitzer war Wilhelms Großvater Conrad Heilemeier, der dieses Gasthaus 1908 erworben hatte. Wie gut damals die Gaststätten noch besucht waren, zeigt die große Anzahl der Autos. Später (1977) fiel das Gebäude einem Brand zum Opfer. An dieser Stelle steht nun ein großes Wohn- und Geschäfthaus, Mindener Straße 6. 

Links:

Gastwirt Wilhelm Büsching, hier noch leitender Angestellter bei der Brauerei Volbracht. Dieses Foto wurde um 1935 aufgenommen.

 

Die N.A.G. Neue Automobil-Gesellschaft bzw. Nationale Automobil-Gesellschaft baute ab 1903 auch Lastkraftwagen. Ein LKW dieses Fabrikates hatte die Brauerei Volbracht in Betrieb. Ab 1931 arbeitete N.A.G. und Büssing zusammen. Ende der 1960er Jahre wurde auch Büssing aufgelöst.

 

Die Weserfähre an der Uffelner Anlegestelle. Diese Fähre war von 1945 bis 1951 in Betrieb.

 

Die Eisenbahnbrücke auf Uffelner Seite. In der Ferne die Rintelner Straße. Aufgenommen um 1947.

 

Stichwort Schiff  "Haifisch"

Haifisch, der hat Zähne...

Das Bild zeigt eines der letzten Schiffe, die auf der ehemaligen Uffelner Schiffswerft Büsching & Rosemeier 1972 vom Stapel liefen. Den humorvollen Einfall, ein Passagierschiff einem Hai nachzubilden, hatte ein holländischer Reeder. Er versprach sich von der attraktiven Wirkung ein besonders lukratives Geschäft. Die Annahme hat sich erfüllt, wie man weiß.

 

Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Poststelle Uffeln

Das Posthalter-Gebäude Hempelmann in Uffeln musste Ende November 1978 der neuen L-778-Trasse weichen. Der Postbetrieb wurde in das direkt gegenüberliegende Haus Mindener Straße Nr. 12 verlagert. Die interessanten alten Holzbalken mit den Inschriften des alten Gebäudes wurden vor dem Abbruch entfernt. Um 2001 wurde auch diese Postzweigstelle Mindener Straße Nr. 12  geschlossen. Heute werden die Postdienste in

Uffeln im Hause Lemacher (Tabakwaren) Mindener Straße Nr. 4 angeboten.

Fotos: das alte Postgebäude kurz vor dem Abbruch. Rechts: Poststelle Mindener Straße Nr. 12 ab 1978 bis etwa 2001.

 

Stichwort Karl Fromme ehemaliger Bürgermeister

Karl Fromme wurde am 5. März 1905 in Uffeln geboren. Als 18-jähriger gründete er im März 1923 gemeinsam mit Karl Schäfer und Karl Müchenheim den SPD-Ortsverein Uffeln. 1925 sollte er die Rednerschule der Partei in Bielefeld besuchen, verzichtete aber wegen seiner Familie darauf. 1933 lernte er Carl Severing auf dem Unterbezirksparteitag in Porta kennen. Noch im selben Jahr trat Karl Fromme erstmalig für die Gemeinderatswahl in Uffeln an. Die SPD erhielt am 12. März 1933 14,8 Prozent der Stimmen, das sind 134 von insgesamt 900. Nachdem die

Nationalsozialisten Anfang 1933 die Macht übernommen hatten, konnte auch in Uffeln die SPD nur noch kurze Zeit wirken. Am 27. Juni 1933 wird die Partei durch den Landrat Petersen verboten. Die Nazi-Überwachungsorgane beobachteten die Parteigenossen sehr genau. Deshalb wurden alle Unterlagen und Dokumente des Ortsvereins aus Angst vernichtet.

Nach dem Kriege wagte die SPD in Uffeln einen Neuanfang. Gemeinsam mit August Dreischmeier rief Fromme den Ortsverein wieder ins Leben und leitet kommissarisch die erste Gemeindeversammlung. Erster frei gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde der Parteilose Wilhelm Rasche, Karl Fromme wurde sein Stellvertreter. Vom 1. Oktober 1946 bis 8. November1969 übernimmt Karl Fromme dann durchgehend das Amt des ersten Bürgermeisters. Von 1956 bis 1969 ist er auch Mitglied des Kreistages. 1972 schließlich gab Uffeln seine Selbständigkeit auf und wurde im folgenden Jahr Stadtteil von Vlotho. Karl Fromme vertrat die Uffelner Interessen noch vom 7. August 1973 bis zum 4. Mai 1975 im Vlothoer Stadtrat, dann zog er sich in den Ruhestand zurück.

Karl Fromme starb am 4. Dezember 1994 im Alter von 89 Jahren.

Ehemalige Bürgermeister der Gemeinden, Exter bis 1969 und Uffeln bis 1972.    

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