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Lange Straße - Teil 2

Die Lange Straße, ab der Einmündung alte Weserstraße.

 

Diese Seite soll ältere Bürger dieser Stadt an ihre Jugendzeit erinnern und für die jüngeren einen kleinen Blick in die Geschichte

der Stadt Vlotho ermöglichen.

Stichwort Optik-Knöner

Ein neues Spezial-Optik-Fachgeschäft eröffnete die Firma Carl Knöner am Freitag, 5. Oktober 1979, an der Langen Straße 109 in der ehemaligen Sukrowschen Buchhandlung. Der Inhaber des Geschäftes, Hans-Simon Knöner, hat sich zu diesem Schritt entschlossen, weil die räumlichen Verhältnisse an der Weserstraße Nr. 1 für die geschäftliche Entwicklung nicht mehr ausreichten. Nach viermonatiger Umbauzeit entstand dort ein Geschäft, das nach den neuesten technischen Gesichtspunkten geplant worden ist. Dem Kunden präsentiert sich ein breites und übersichtliches Angebot an Brillenfassungen und optischen Artikeln. Außerdem verfügt die Firma Knöner jetzt über einen speziell eingerichteten Raum mit den neuesten technischen Geräten zur Bestimmung der Sehschärfe.

Ergänzung:

Bis zur Übernahme des Hauses Nr. 109 waren dort zwei Geschäfte ansässig. Im linken Teil des Hauses bot Frau Tölle Tabakwaren an. Rechts hatte der Buchhändler Jackmann aus Herford sein Geschäft.

Weitere Informationen über das Geschäft Knöner finden Sie auf der Seite "Weserstraße".  

Stichwort Brink

Durch den Steilhang des Berges entstanden die beiden "Brinke" und die "Grund". Einer ist der Brink gegenüber der Einmündung Mühlenstraße. Dieser ist heute noch vorhanden. Ein weiterer Brink war gegenüber der Einmündung Weserstraße, dieser wurde 1905 abgetragen. Die Häuser, die dort standen, mussten umgebaut werden und die Geschäfte darin, lagen nun auf Höhe der Lange Straße, oder wurden durch Treppen erreicht. Aber es gab noch einen dritten Brink der kaum erwähnt wird, dieser lag am Anfang der Langen Straße (siehe Bliekenend).     

Stichwort Café Seele

In dem neben Café Seele stehenden Haus war vor Böhms die Bäckerei Klusmeier. Eine alte Vlothoerin erzählte, dass sie darin ihren sonntäglichen Kollektengroschen, statt ihn den Klingelbeutel zu werfen, in Veilchenpastillen umsetzte. Die Tochter der Klusmeiers heiratete nach nebenan in die Familie des Café Seeles. In dieser Konditorei konnte man sich wohl fühlen. Café Seele war zu jener Zeit wohl das angesagteste Café, wozu natürlich auch die exzellente Lage beitrug. Wie schön konnte hier von einem Fensterplatz im ersten Obergeschoss aus auf einen Teil der Langen Straße und Weserstraße eingesehen werden.1980 hat das einstige Vlothoer

Vorzeige-Café geschlossen. Danach wurden die Räumlichkeiten von Bruno Fuoli aus Kirchlengern übernommen, der dort eine Pizzeria betrieb. Heute ist in dem Hause Lange Straße Nr. 100 ein Spielautomatenbetrieb untergebracht.

Stichwort Das geschichtsträchtige Haus „Lange Straße Nr. 111

Was inhaltlich vorausgeschickt wurde, ist wohl nicht von dem geschichtsträchtigen Haus Lange Straße 111 zu trennen. Es wird, wie die meisten Häuser an der mittleren Langen Straße, nach dem Dreißigjährigen Krieg, also zwischen 1650 und 1680, entstanden sein, wenn man insbesondere vom Baustil ausgeht. Infolge rückwärtiger Anbauten in den Amtshausberg hinein wurde es erweitert, seltsamerweise auch durch einen kellerähnlichen Einbau im oberen rückwärtigen Stockwerk.

Der wahrscheinliche Erbauer des Hauses Nr. 111 war ein Henrich Sandmann, der in der „Zweiten Steuerliste“ von Vlotho (Zeichen eines respektablen Einkommens) in Erscheinung trat. Er besaß am Vogelbaum, womit wohl der Westhang des Garzweges gemeint war,

einen Garten, den er an den Mitbürger Tilhen verkaufte.    Zum Weiterlesen, Bild anklicken.        Geschichte

Stichwort Geschichte der Häuser Nr. 109 bis Nr. 117

Wann die ersten Juden in Vlotho ansässig wurden, ist nicht bekannt. Aus einem Schutzbrief des Kurfürsten geht jedoch hervor, dass sich dort im Jahre 1691 bereits drei jüdische Familien angesiedelt hatten, nämlich die des Jobst Jacob, Israel Spanier und der Witwe Salomon Levi. Infolge der Niederlassungsbeschränkungen für Juden veränderte sich die Zahl jüdischer Einwohner während einer Spanne von etwa 100 Jahren kaum merklich. Da die Juden ursprünglich weder Grundbesitz erwerben noch ein Handwerk ausüben durften, waren sie im

Wesentlichen auf den Handel angewiesen. Daher war in amtlichen Listen zunächst nur von „Handelsjuden“ die Rede. Später dann, so um 1830, wuchs die Zahl jüdischer Mitbürger allmählich. Sie erreichte wohl um 1900 einen vorläufigen Höchststand, da zu der Zeit 18 jüdische Familien registriert wurden.          Geschichte

Stichwort Hutgeschäft Wenzel

1856 kam der Mützenmacher August Wenzel nach Vlotho. Er stammte aus Boisdorf/Neiße in Oberschlesien und hatte zuvor zwei Jahre lang bei einem ,,königlich-hannoverschen Mützenmacher- und Kürschnermeister gearbeitet". Mit ihm kamen seine Ehefrau und eine Nähmaschine. Die Nähmaschine, ein urtümliches Ding, das aber dennoch in Grundzügen Ähnlichkeit mit einer heutigen Maschine aufweist, existiert noch immer im Hause Wenzel. Daneben gibt es auch noch eine Holzkiste, die sich der Mützenmacher anfertigen ließ. Darin lagerte er seine Erzeugnisse, wenn er auf die Märkte der Umgegend fuhr, um seine Mützen zu verkaufen.

August Wenzel lebte zunächst zwei Häuser oberhalb des jetzigen Geschäftes an der Langen Straße.

Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Ernst Hampe Eisen –und Haushaltswaren

Ernst Hampe sen. (*22.6.1886 †17.8.1964) erwarb 1911 das Eisenwarengeschäft an der Langen Straße Nr. 102. Zuvor war dieses Geschäft 1836 von Carl Armbster gegründet und danach von W. Bröcker  weitergeführt worden, die vorwiegend mit Öfen und Herden gehandelt hatten. Nach der Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg - während der Kriegsjahre stand seine Ehefrau mit Umsicht dem Geschäft vor - verlagerte Ernst Hampe das Schwergewicht des Verkaufs auf Hausrat, Porzellan, Glas, Geschenkartikel und Spielwaren.

Nachdem der gleichnamige Sohn Ernst (*1.7.1916 †22.9.2007) aus

der Kriegsgefangenschaft (2.Weltkrieg) entlassen war, wandelte sich mit seinem Eintritt in das väterliche Unternehmen die Firma in eine offene Handelsgesellschaft (oHG) * um.

* Für die Gründung einer oHG reicht ein formloser Gesellschaftsvertrag zwischen mindestens zwei Gesellschaftern aus. Diese können natürliche oder juristische Personen sein.   Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Einen ausführlichen Bericht über die Geschichte des Hauses Hampe und Ihre Besitzer finden Sie hier:

 

Stichwort Langestraße Nr. 102 und Nr.104

Wie man sieht, zieht ein langer Zug durch die Innenstadt und auch viele Zuschauer geben dem Maiumzug (1. Mai 1949) die Ehre. Kurz nach der Währungsreform, die 1948 war, ist weit und breit noch kein Auto zu sehen. Alle sind zu Fuß unterwegs. Das kleine Gefährt im Vordergrund ist ein Krankenfahrzeug. Das Haus Hampe hatte zu jener Zeit noch seinen schönen Erker. Das zweite Bild rechts stammt aus dem Jahre 1948 und zeigt das heutige Haus Zurheide, das früher der Familie Loeb gehörte. Zur Zeit der Aufnahme gehörte das Gebäude der Stadt Vlotho, die dort ein Bezugsscheinamt eingerichtet hatte.

 

Stichwort Lange Straße um 1915

Die Aufnahme der Langen Straße wurde etwa zwischen 1910 und 1920 gemacht. Die beiden Männer in Bildmitte sind sicherlich Zigarrenmacher, die mit den typischen Kisten auf ihren Schiebkarren zum Abliefern fahren.

Auf der rechten Seite sehen wir das Haus Steinberg mit dem Ende des oberen Brinks. Neben dem Hause Steinberg betrieb Carl Nolting, eine Gastwirtschaft. Als nächstes, heute kaum wieder zu erkennen, das „Hotel Schmidt", mit der zunächst offenen Galerie an der Langen Straße mit dahinter liegendem Kaffeegarten.

Die ausführliche Beschreibung finden Sie auf der Bildseite.

Stichwort Stadtschule / Stadt- und Landschule

1717 führte Preußen die allgemeine Schulpflicht ein. In Vlotho wurde es aber nicht so genau genommen. So schickten die Eltern ihre Kinder nur zeitweise oder gar nicht in den Unterricht. Der Unterricht fand nicht in einer Schule statt, sondern verteilte sich meist in kirchlichen Räumen.  Auch private Lehrer erteilten Unterricht. Die erste Evangelische Schule wurde 1827 auf dem Bereich der St. Stephans Kirche gebaut. Die Stadtschule. Zu Beginn waren dort vier Lehrer tätig, darunter auch der Pfarrer. Alle übten nebenbei kirchliche Dienste aus. Ab 1859 wurden die Stadtschule und die privaten Schuleinrichtungen zusammengefasst, woraus sich die Stadt- und

Landschule ergab. Da das Schüleraufkommen im Laufe der Jahrzehnte immer größer wurde, entschied man sich Anfang der 1900er Jahre für den Neubau der Bürgerschule an der Herforder Straße. Der Unterricht fand dort ab 1909 statt. Die alte Stadtschule wurde dann für andere Zwecke genutzt. So wurden dort unter anderem Berufsschüler für Landwirtschaft und des Schmiedehandwerks sowie Schulabgänger, die keinen Beruf erlernten, unterrichtet.

Stichwort Hotel Schmidt / Hotel Stadt Vlotho

Als die hohe Handwerkskunst des Fachwerkbaues vom Massiv- bzw. Backsteinbau abgelöst worden war, bestimmte die neuzeitliche Bauweise zunehmend das Stadtbild. Ein prägendes Beispiel für die veränderte Baumethode ist das großräumige Gebäude (siehe Foto), das der Einwohner Wilhelm Zurmühlen im Jahre 1841an der Langen Straße gegenüber der St. Stephans-Kirche entstehen ließ. In dem Haus errichtete er einen Hotel- und Restaurationsbetrieb ein. Außerdem sah er auch im rückwärtigen Bauteil eine Ausspannstallung vor, die von Reisenden, die mit Pferd und Wagen

 unterwegs waren, genutzt wurde.   Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Amtsgericht

Ein Gericht in Vlotho gab es seit 1815. Ab 1841 befand es sich in der Nähe des Kirchplatzes der St. Stephans- Kirche. Zum 1. 1. 1974 wurde es aufgehoben. Ab nun wurden sämtliche, unter das Strafrecht fallende, Belange zentral von Bad Oeynhausen übernommen. 1975 wurde das Amtsgericht ganz geschlossen. Das zuständige Amtsgericht für Vlotho ist nun Bad Oeynhausen. Einen ausführlichen  Bericht   finden sie auf der Bildseite.

 

 

Amtsgericht um 1970

 

Einweihung der "oberen"

 Langen Straße 1982.

 

Lange Straße Nr. 123 und 125

Stichwort Haus Lange Straße Nr. 114

Das Haus entstand im Jahre 1897, nachdem ein an gleicher Stelle befindliches, 1651  erbautes, Fachwerkhaus  durch einen Brand vernichtet worden war. In dem Haus mit dem turmähnlichen Erker zwischen dem ehemaligen Gerichtsgebäude und dem Café  Sturhann unterhielt Gustav Süllwald ein Kolonialwaren- und Haushaltswarengeschäft. Später traten die drei Brüder Heinr. Aug., Willi und Fritz Wiemann die Nachfolgeschaft an. Als Letzter nutzte Gerhard Wiemann die Räumlichkeiten, bis er 1960 das neue Geschäftshaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite erbaute (heutiger Mieter "Ihr Platz"). Von dem Süllwald / Wiemannschen Geschäfts- 

und Wohnhaus ist nichts geblieben, weil es für die Verbindungsstraße zwischen der Langen Straße und der Entlastungsstraße L778 im Wege stand. Im Herbst 1979 wurde das Haus "Lange Straße 114" abgerissen.

Links:

Cafe Sturhann 1909 und 1958,

erbaut 1651.

 

Rechts:

Die Lange Straße, vom Amtsgericht

bis zur Foto-Drogerie Hans Burg.

Foto: 1943.

Stichwort Haus Wiemann Lange Straße Nr. 127 - Altbau

Von den alten Vlothoer Häusern, die inzwischen verschwunden und durch Neubauten ersetzt worden sind, wurden erfreulicherweise einige in ihren Bildern festgehalten. Zu ihnen gehört auch das Haus Lange Straße Nr. 127. Das Haus wechselte in den vergangenen Jahrhunderten häufig den Besitzer, blieb aber immer im Familienbesitz, bis es der Kaufmann August Wiemann 1929 erwarb. Sein Sohn Heinrich August Wiemann ließ dieses Haus, das inzwischen sehr Baufähig geworden war, abreißen. Gerhard Wiemann errichtete an dieser Stelle (1960) ein  großes neuzeitliches Geschäftshaus, dass er zunächst selbst nutzte.   Geschichte.

Stichwort Haus Wiemann Lange Straße Nr. 127 - Neubau

Als die alte Linde fiel, hatten manche heimattreuen Vlothoer einen Trauertag, wenn sie auch mit sensationeller Erwartung diesem Sturz des Baumriesen beiwohnten. Man war es in etwa aber doch schon gewohnt, dass die neuzeitliche Entwicklung im Stadtinnern aufräumte und manche friedliche Idylle zu einer Erinnerung machte.

Das alte Patrizierhaus hinter der großen Linde, das schon 1718 von Joachim Stalfordt errichtet wurde und 1959 dem Abbruchshammer anheimfiel, strahlte mit seiner brüchig gewordenen Fassade keinen Glanz mehr aus, zumal in späteren Jahrzehnten das Fachwerk mit Mörtel

überkleistert worden war. 1867 erwarb es der Kaufmann Heinrich Heidsiek, 1929 der Kaufmann Heinrich-August Wiemann, der zunächst mit seinen beiden Brüdern im gepachteten Geschäft (schräg gegenüber, Lange Straße 114) die Kunden bediente. Beide Brüder (Fritz und Willi) errichteten später an der Herforder Straße ihre eigenen Geschäfte.   Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort  Althoff Lebensmittelgeschäft

Rudolph Althoff (1899-1972) eröffnete um 1923 ein Lebensmittelgeschäft im Hause Lange Straße Nr. 130 (heute Altstadt-Apothoke). 1930 zog er um in das Haus Nr. 122 (heute Markt-Apotheke). Als er 1937 das Haus Lange Straße Nr. 132 erwarb, zog er in dieses auch mit seinem Geschäft

(August 1937).

Sohn Helmut (geb. 1928), der im elterlichen Geschäft tätig war, kann sich heute noch an lebhaften Handel und Wandel erinnern. So gab es mindestens neun Lebensmittelgeschäfte und vier Schlachtereien im Stadtkern.                                          Helmut Althoff

Rudolph Althoff gab 1952 sein Lebensmittelgeschäft auf. Ein Jahr später übernahm der  „Konsum“ die Verkaufsräume und verblieb bis 1970. Danach, ab Oktober 1970, bot Helmut Bärenfänger dort seine Lederwaren bis 1982 an, der zuvor an der Weserstraße ansässig war. Danach wechselten die Ladenpächter mehrmals. Heute ist das Kinderbekleidungsgeschäft Müller in diesen Räumen. Zwischenzeitlich (1973) hatte der Apotheker Wilhelm Kannegießer das Haus erworben. Heute ist das Haus im Besitz von Hans Ahlemeyer.

Stichwort Haus Lange Straße Nr. 129 (bis 1910 Vlotho Nr. 164)

Das Baujahr dieses Hauses ist nicht mehr festzustellen und auch über die Geschichte des Hauses gehen die Schilderungen der Chronisten Harland und Dr. Großmann ein wenig auseinander. Danach könnte das Haus bereits Anfang der 1700er Jahre erbaut worden sein. Denn 1743 und 1827 wird der Schiffer Gerlach Focke als Besitzer erwähnt. Zwischen den 1830er Jahren und 1860 wurde das Gebäude abgebrochen und durch einen Neubau, den der Kaufmann Gustav Brandt ausführte, ersetzt. Die neue Ansicht des Hauses (Brandtsche Villa), hatte bis um 1960 Bestand.

Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Stützmauer an der Langen Straße

Wo heute die Häuser Nr. 129 bis Nr. 135 das Straßenbild der Langen Straße zieren, erstreckte sich einst eine Staumauer zu Stützung des Berghanges. Sie war, wie noch manche ältere Häuser, aus Horststeinen gebaut, die aus den ehemaligen Steinbrüchen bei der Horst stammen. Die Abbrucharbeiten erfolgten stückweise über zwei Jahrzehnte. Den Anfang machte die Ecke zur Höltkebruchstraße im Februar 1956 bis 1972 die ehemalige Klinik Blaß Nr. 129 erreicht war. Wie alt die Stützmauer an der oberen Langen Straße war, ist nicht genau festzustellen, jedoch dürfte diese aus dem Jahre 1712 stammen.    Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Haus Böndel

Haus Böndel war ein Geschäftshaus an der Langen Straße Nr. 128, das neben dem Teppich- und Farbengeschäft Heinrich Drewel stand. Im Jahr 1958 erwarb die Firma Drewel dieses Haus und nutzte den linken Teil als erweiterte Verkaufsfläche. Rechts war zuletzt ein Bekleidungsgeschäft untergebracht. Auf Grund der Stadtsanierung wurde das Haus im Dezember 1978 abgerissen, um eine Zufahrt zum Ölmühlenparkplatz zu erhalten.

 

Links:

Haus Böndel

Geschichte

 

Rechts:

Landhandel Wilhelm Meise im Okt. 1926, an der Langen Straße 138, später "Malz Scheune".

 

Stichwort Bratwurst-Glöckle

Am 1. Januar 1970 übernahm der Bad Oeynhausener Karl-Heinz Schomburg (liebevoll „Kalle“ genannt) die Imbisstube „Bratwurst-Glöckle" an der Langen Straße Nr. 134, die zuvor sein Vater Heinrich Schomburg geführt hatte. Den Vlothoerinnen und Vlothoern ist er auch als Gründer der Judo-Abteilung des TuS Vlotho bekannt. Das Geschäft betrieb „Kalle" Schomburg zunächst gemeinsam mit Ehefrau Karin und den Eltern, später kamen noch weitere Mitarbeiter hinzu. Am 1. Januar 1995 wurde das 25-jährige Jubiläum gefeiert. Mit dabei Ehefrau Karin und die Mitarbeiterinnen Gisela Schulz und Anne Grotefeld, die fast

zwanzig Jahre zur Mannschaft gehörten. 90 Prozent der Kundschaft waren Stammkunden aus Vlotho, denn seine „leckere“ Bratwurst war bekannt.                 Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Rückseite Lange Straße um 1923

Ein Blick vom Ölbrink (Wasserstraße) auf Vlothos Innenstadt, als sie noch nicht aufgespalten und ihre Struktur so rücksichtslos beraubt worden war. Die Kleinbahn durchquerte noch, wie schon seit der Jahrhundertwende, dampfend die Stadt. Entlang den grünenden Ufern des Baches und vorbei an den aus der rückwärtigen Perspektive abgebildeten alten Häusern an der Langen Straße, etwa im Bereich zwischen der Winterbergstraße und Valdorfer Straße.

Erklärungen finden sie auf der Bildseite

Stichwort Haus Malz

Das so genannte "Patrizierhaus Malz" wurde 1684 in Vlotho auf dem "Ziegelkamp" erbaut, der bis zur Reformation dem Kloster Segenstal gehörte und danach zur allgemeinen Bebauung frei gegeben wurde. Er erhielt seinen Namen von dem Lehmstich dort, der zu Ziegeln verarbeitet wurde. Das Haus Malz trug daher früher die Bezeichnung „Auf dem Kampe Nr. 170". Das Gefälle in den Gossen zwischen den Häusern weist auf die Stufe des Lehmstichs hin.

Vom Typ her ist das Haus ein giebelständiges niederdeutsches Hallenhaus in Vierständerbauweise mit niedersächsischem

Fachwerk. Verbaut wurde ein Eichenwald von 1 ha. Es ähnelt zwar einem in dieser Gegend üblichen Bauernhaus, ist jedoch nie ein

.

solches gewesen. Von seiner Funktion her ist es ein reines Kaufmannshaus mit patrizischen Merkmalen. Dafür sprechen der noch funktionierende Aufzug mit dem vorspringenden Aufzugsbalken, die beiden großen Lagerböden (für Getreide, Zucker, Kaffee, Tee, Salz, Steingut, Haushaltswaren, Farben), und das große Einfahrtstor,  durch das man mit dem Wagen auf die Diele fahren konnte. Das Haus ist hufeisenförmig unterkellert.

Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Kriegerdenkmal

Das Kriegerdenkmal an der Langen Straße erinnerte an den Deutsch-Dänischen Krieg von 1864, an den deutschen Krieg von 1866 (Preußen und Österreich) und an den Deutsch-Französischen Krieg 1870-1871.
Die Geschichte des Kriegerdenkmals, finden sie auf der Bildseite.

 

 

Stichwort Fachwerkhaus Lange Straße Nr. 137

Das Haus Lange Straße Nr. 137 (1738 erbaut) wurde um 1880 vom Fabrikanten Ferdinand Schütte gekauft und als Stärke- und Seifenpulverfabrik eingerichtet. Im ebenerdigen Gebäudeteil wurden eine Gemischtwarenhandlung und eine Schankstätte betrieben.

Der Fortbestand des Gebäudes war 1914 zum ersten mal in Frage gestellt. Der Eigentümer wollte es abbrechen und einen Neubau errichten. Diese Absicht wurde vereitelt, wobei die Umstände des 1. Weltkrieges auch entscheidend waren. 1928 übernahm der Schlachter Otto Knoche das Ladengeschäft und später folgten verschiedene Mieter.

Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Fachwerkhaus Lange Straße Nr. 139

Das Erbauungsjahr dieses Hauses ist leider nicht bekannt. Die Hauschronik weist jedoch wenigstens einige Besitzer auf, die urkundlich erwähnt sind. Ab 1686 wird Heinrich Siekmann als Besitzer genannt. Der Gastwirt und Kaufmann Becker war ab 1790 dort ansässig. Es folgte 1860 der Schiffer Johann Friedrich Güse, der dieses Haus auch um 1825 umbaute. 1862 übernahm der Kaufmann und Gastwirt Konrad Friedrich Grotjahn das Haus. Ob dieses Haus auch als Gastwirtschaft diente, ist nicht bekannt. Es folgten als Besitzer der Fabrikant Ferdinand Schütte und danach die Witwe Martha Brenker. Ab 1971 übernahm der Kaufmann

Werner Brenker das Haus. Er übergab das Haus 1976 an die Stadtsparkasse Vlotho, die es aufwendig restaurierte und noch 1976 dort die Filiale „Lange Straße Nr. 139“ eröffnete. Die Filiale wurde im August 2006 wieder aufgegeben. Heute (2009) können die Räumlichkeiten gemietet oder erworben werden.

Stichwort  Gaststätten Höckenschnieder

Im Jahr 1889 kam der Bäckermeister Franz Höckenschnieder von Rietberg nach Vlotho, wo er das kleine Fachwerkhaus (damals Lange Straße Nr. 188) käuflich erwarb, das bereits über 200 Jahre „auf dem Buckel" hatte.

Der Jungunternehmer eröffnete hier zunächst eine Bäckerei. Durch Sparsamkeit und Fleiß brachte er es dahin, in den Jahren von 1904 bis 1906 auf dem Nachbargrundstück einen vierstöckigen Neubau errichten zu lassen, für damalige Verhältnisse fast ein Hochhaus. Der markante Neubau war für 30.000 Goldmark vom Bauunternehmer Carl Tengeler errichtet worden.  Die Bäckerei siedelte nicht mit in das neue Gebäude über. Die Gastwirtschaft kam später hinzu. Als aus dem Ersten Weltkrieg zwei Söhne nicht zurückkehrten, sah sich Vater Höckenschnieder genötigt, seinen Betrieb ganz einzustellen. Im Jahre 1938 trat Sohn Paul die Nachfolge an. Über 20 Jahre bewirtschaftete er die Gaststätte mit bestem Bemühen um das Wohl seiner Gäste.    Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

 

Links: Stammhaus von 1889 und der spätere Neubau.  

Stichwort Ende Lange Straße

Durch die Stadtsanierung sind unter anderem am Ende der Langen Straße und am Anfang der Herforder Straße einige Häuser dem Bagger zum Opfer gefallen.

Auf der linken Seite der Langen Straße sind es die Häuser, Gaststätte Höckenschnieder Nr. 148 (mit Croenchen Nr.146) und Zigarrenfabrik Klinksiek Nr. 150, die abgebrochen worden sind. Rechtsseitig ist nur das letzte Haus Nr. 141 entfernt worden. Dieses wurde von Dr. Rotstock und Uhrengeschäft Teipel genutzt.

Stichwort Abriss der Häuser

Ich könnte viele Abbruchbilder auf dieser Homepage zeigen, doch ich möchte mich auf wenige beschränken, da alle nur die Zerstörungswucht der Bagger zeigen. Viele Gebäude brauchten nicht abgerissen werden. Dabei denke ich besonders an das Ende der Langen Straße/ Anfang Herforder Straße. Wo die alten Häuser standen wurden neue erbaut. Es bestehen zumindest Zweifel, ob einige dieser Häuser aufgrund des weiter entfernt liegenden Straßenbaus (Entlastungsstraße) überhaupt abgerissen werden mussten.

Wann wurden die Häuser abgerissen?      

Hier endet die Lange Straße.  Weiter geht es auf den Seiten Valdorfer Straße und Herforder Straße.

 

 

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