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Stadtteil Valdorf

 

Diese Seite soll ältere Bürger dieser Stadt an ihre Jugendzeit erinnern und für die jüngeren einen kleinen Blick in die Geschichte

der Stadt Vlotho ermöglichen.

 

Valdorf Stadtteil von Vlotho seit 1969

Stichwort Valdorf

Valdorf ist flächenmäßig der größte Stadtteil von Vlotho. Bis 1968 war Valdorf eine eigene Gemeinde im Amt Vlotho. Um 1865 war Valdorf um die Gemeinden Bonneberg, Hollwiesen, Steinbründorf und Wehrendorf erweitert worden. In Valdorf liegt mit dem Bonstapel (342m ü. NN) der höchste Berg des Kreises Herford. Vlotho (Stadt) liegt 52m ü. NN.

Einen Geschichts-Bericht über den Bonstapel finden Sie hier.

Stichwort Simeonsstift

Valdorf besaß schon seit Jahrhunderten ein Siechenhaus *, über das aber keine älteren Nachrichten vorliegen. Das Haus soll damals der Unterbringung von Armen und Kranken gedient haben.

Gründer des Simeonsstift war Pfarrer Adolf Eberhard Delius  Ö1835 Bremen  U1897 Valdorf. Die Einweihung des Stiftes erfolgte im Jahr 1886. Eine erste Erweiterung erfolgte 1906, dabei wurden  Wasserleitung und Zentralheizung installiert. Ein weiterer Neubau kam 1960 hinzu. Der letzte große Umbau, so wie es sich heute darstellt, erfolgte in den Jahren 1979/1980.

* Das Siechenhaus ist ein spezielles Quarantänehaus, in dem man vom 11. bis zum 18. Jahrhundert die „dahinsiechenden“, kranken Leute verwahrte.

Stichwort Gedenkstein - Eberhard Delius

Autofahrern ist dieser Stein an der Wehrendorfer Straße in Vlotho gewiss schon aufgefallen. Wer sich die Mühe macht und aussteigt, der findet auf diesem obeliskartigen Stein folgende Inschrift: „Dem Gedächtnis ihres treuen Seelsorger Sup. Eberhard Delius - gest. hierselbst am 10. Juni 1897 - Die dankbare Gemeinde. Hebr. 13. V. 7". Es handelt sich hier um den so genannten Delius-Gedenkstein, den die Kirchengemeinde Valdorf ihrem einstigen Seelsorger Superintendent Eberhard Delius zum Gedenken aufstellen ließ. Der Pfarrer erlag auf diesem Wege einem Schlaganfall. Von 1868 bis 1897 wirkte der allseits beliebte Seelsorger in Valdorf. Der Bibelvers an diesem Gedenkstein heißt: „Gedenket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben. Ihr Ende schauet an, und folget ihrem

Glauben nach." Auf älteren Fotos ist noch eine steinerne Umrandung des Gedenksteins zu sehen. Sie ist heute nicht mehr vorhanden.

Stichwort Valdorfer Kirche

Die Kirche Valdorf ist ein mittelalterlicher Bau, der mehrfach umgestaltet wurde. Die letzte große Renovierung fand im Jahr 2007 statt. Die Orgel wurde 1964 von der Orgelbaufirma Steinmann (Wehrendorf) gebaut. Geläutet wird mit einer historischen kleinen Glocke von 1514 und einer großen von 1924. Ausführliche Informationen über die Geschichte dieser Kirche mit vielen Bildern können auf der Internetseite von Pfarrer Christoph Beyer eingesehen werden.

(www.valdorf.org)

Stichwort Valdorfer Ehrendenkmale

Die beiden Ehrendenkmale zum Gedenken an die gefallenen Valdorfer Soldaten, stehen in der Nähe des Valdorfer Friedhofes an der Lemgoer Straße.

Links: Dieses Kriegerdenkmal erinnert an den Deutsch-Französischer Krieg  1870/1871 und steht links vom großen Denkmal.  Rechts: Das große Kriegerdenkmal erinnert an den ersten Weltkrieg 1914/1918. 

Das Kriegerdenkmal  

Stichwort Valdorfer Schulen Valdorf-West und Valdorf-Ost

Zunächst besuchten die Schüler aus Valdorf-West die Schule, welche neben der Kirche stand. Dieses war ein Fachwerkhaus, das 1816 erbaut und 1851 erweitert wurde. Ab 1927 fand der Unterricht in der neu erbauten großen Volksschule statt. Fast vierzig Jahre später wurde mit dem Neubau einer Schule auf dem Topsundern begonnen.

 

Die Vollendung des Baus erfolgte Ende 1966. Hier werden seit Dezember 1966 die Schüler aus Valdorf-West und Valdorf-Ost unterrichtet.

Hauptlehrer Kordes dankte am Tag der Einweihung allen, die das entstandene Werk förderten und schufen. Er ließ die Gedanken zurückeilen in die über 100jährige Schulgeschichte der Gemeinde Valdorf. Die ehemalige Schule

 

Valdorf West diente ab April 1967 für kurze Zeit als Sonderschule. Rund 60 Schüler und Schülerinnen aus Vlotho, Valdorf und Exter, die von einer Kommission als „lernbehindert" getestet wurden, bildeten drei Klassen. Heute findet in dieser ehemaligen Schule kein Schulunterricht mehr statt. Die letzten drei Hauptlehrer der Volksschule Valdorf waren: 1907-1931 Friedrich Meyer, 1931-1953 Friedrich Hekemeier, 1953-1966 August Kordes.

Mehr über die Geschichte der Schule Valdorf finden Sie hier:

Stichwort Sonderschule für Lernbehinderte

Einen ausführlichen Bericht über die Valdorfer Schule als Sonderschule für Lernbehinderte und dessen Leiter, Sonderschulrektor Johannes Kamp, finden Sie hier:

Stichwort Die Schlacht bei Valdorf

Auf dem 230 m hohen Eiberg oberhalb von Bad Seebruch steht ein Findling mit den Daten 18. Oktober 1813 - 1913 und 17.10.1638.

Die erste Jahreszahl erinnert an die Völkerschlacht bei Leipzig.

Die zweite Jahreszahl ist auf Veranlassung und mit Mitteln des Heimatvereins im Sommer 1975 angebracht worden. An diesem Tage fand nämlich zu Füßen des Berges im Dreißigjährigen Kriege die Schlacht bei Valdorf statt, in der ein schwedisch-pfälzisches Heer unter dem General King von dem kaiserlichen Heere unter dem General von Hatzfeldt vernichtend geschlagen wurde.

Über diese Schlacht ist schon häufig geschrieben worden. Die Berichte müssen nunmehr allerdings neu geschrieben werden. Denn inzwischen ist es dem Vlothoer Stadtarchiv gelungen, Ko­pien der Berichte der beiden Heerführer zu bekommen.     Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Geschichte Bad Seebruch

Das ältere der beiden Valdorfer Moorbäder ist Bad Seebruch. Schon vor 200 Jahren, im Jahre 1753, wurde durch die Heilkraft der Quelle eine alte Ziegenhirtin von der Gicht geheilt. Aber die Kriegs- und Domänenkammer Minden legte den Bericht zu den Akten. Der Seebruch gehörte damals noch zum Kolonate Stuhrhahn Nr. 56, das 1808 von Hermsmeyer Nr. 2 erworben wurde. Seine Witwe ließ im Jahre 1818 das erste Badehaus an der Quelle erbauen, in dem die Badegäste, die bisher gelegentlich das Bad benutzten, für längere Zeit Unterkunft finden konnten.

Geschichte       Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Heute ist die Weserland-Klinik Bad Seebruch eine moderne  Einrichtung. Einen kleinen Bilderrundgang finden Sie hier: 

Stichwort Erdfall in Bad Seebruch

Ein gewaltiger Erdeinbruch hinter dem Mitteltrakt der Gebäude, verursachte noch nicht zu übersehbare Gemäuerschäden. Kurgäste wurden ausquartiert. Wie von unheimlichen Kräften gezogen, versanken Brunnenhäuschen und Dammanlagen in einem immer weiter abbröckelnden Moortrichter. Die Katastrophe begann am Montag 15. Juni 1970 – 15:30. Einem Ausführlichen Zeitungsbericht, brachte das Vlothoer Wochenblatt am Dienstag den 16. Juni.

Bericht

Stichwort Moor- und Schwefelbad Senkelteich

Der Landstrich zwischen dem Weser- und Wiehengebirge und dem Teutoburger Wald genießt den Ruf als „deutscher Heilgarten". Aus gutem Grund. Die prägende Bezeichnung geht zurück auf die Badeorte Iburg, Rothenfelde, Randringhausen, Eilsen, Oeynhausen, Salzuflen, Pyrmont, Meinberg, Driburg, Lippspringe und - mitten unter ihnen - nicht zuletzt auch auf die Bäder Seebruch und Senkelteich. Überall dort - in der schönen Landschaft - befinden sich, bedingt durch die erdgeschichtliche Vergangenheit, medizinisch erfolgreich anwendbare Quellen.

Geschichte       Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Schule Steinbründorf

Man schrieb das Jahr 1898, als das in Steinbründorf erbaute Schulgebäude (Bild links) seiner Bestimmung übergeben wurde. Es bestand gewissermaßen aus zwei Teilen: dem größeren Gebäude mit einem Klassenraum und dem etwas zurückverlegten Bau mit dem verandaähnlichen Eingang, „bestimmt als Lehrerwohnstatt“. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 18.500 Reichsmark. Der Gebäudekomplex, der etwa am Eingang zum Naturschutzpark, genauer gesagt direkt gegen über der Gastwirtschaft „Zur wilden Sau“ (Hillebrand), angesiedelt wurde,  ist bis auf den heutigen Tag nicht im Mindesten baulich verändert worden. So wollte es und setzte es auch der damalige

Denkmalspfleger durch, dem es vor allem die Maueröffnungen für die wegen ihrer Form, so bezeichneten Korbfenster „angetan" hatten. Er hielt diese Gestaltung der Fensternischen für ein stilprägendes Sinnbild der nahezu abgeschlossenen Umstellung von der Fachwerk- zur Massivbauweise. Es bedurfte der ausdrücklichen Zustimmung seines Nachfolgers, dass das aus lasierten roten Ziegelsteinen gefügte Schulgebäude später verputzt werden konnte. Was war der Grund des denkmalpflegerischen Sinneswandels?

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Stichwort Glockenturm in Wehrendorf (Erbaut 1828)

Der denkmalgeschützte Turm im Garten des Küsterhauses befand sich in einem sichtbar zweifelhaften Zustand - kein Wunder, nach fast 160 Jahren bewiesener Standfestigkeit. Auch waren Querverstrebungen, die 1951 als Stabilisatoren eingefügt worden waren, verwittert, teilweise gebrochen. Irgendjemand hatte dann den Bau eines Fundamentes durchgeführt, wann genau, lässt sich nicht mehr sagen. Es war jedenfalls nach dem Krieg.

 

Geschichte       Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Die Geschichte des Sonntagskruges

Die Vorgeschichte:

Im Jahre 1847 ließ der Bauer Friedrich Kopsmeier, Wehrendorf 2l, unweit seines Hofes (dem seinerzeit größten in der Bauerschaft Wehrendorf) ein Haus an der Straße Vlotho/Wüsten bauen. Er verpachtete es dann an Johann Hermann Sonntag mit dem Übereinkommen, dort eine Schankwirtschaft zu eröffnen. Wie gesagt, so getan. Bevor jedoch Verpächter und Pächter zu Rande kamen, mit anderen Worten die auch dazumal schon unumgängliche Konzession (Erlaubnis) zum Ausschank von Spirituosen erteilt wurde, mussten noch

einige Unklarheiten ausgeräumt werden. Hinter vorgehaltener Hand raunte man sich nämlich zu, dass Kopsmeier zusätzlich zu seinem landwirtschaftlichen Betrieb die Schankwirtschaft selber zu nutzen vorgesehen und Sonntag daher nur als Strohmann vorgeschoben habe. Vielleicht waren Neidkomplexe die Ursache des Gerüchts, wie Gemeindevorsteher Lohkamp meinte.           Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Haus Kleinbahnhof  Hollwiesen Nr. 42 (bis 1969)

Dieses kleine, aber wohl bekannteste Valdorfer Häuschen war einst das Wohn- und Arbeitshaus der Familie Stille. Bertha (*1893-†1966) und Heinrich (*1891-†1963) Stille waren mit der Herforder Kleinbahn eng verbunden. Er war Rottenaufseher bei der Herforder Kleinbahn GmbH, während Bertha Stille die Aufgaben im Bahnhof Hollwiesen-Wehrendorf erledigte. Leider ist über dieses Haus und deren Aufgaben nicht viel überliefert. Fest steht jedoch, dass hier Fahrkarten für die Kleinbahn verkauft wurden und, dass es einen kleinen Warteraum für die Kleinbahnfahrgäste gegeben haben soll. Über Jahrzehnte lief alles seinen gewohnten Gang. Hohe Fahrgastzahlen sorgten für glorreiche

Zeiten. Bertha und Heinrich, die inzwischen das gehobene Alter erreicht hatten, wurden von Ihrer Tochter Anni (*1921-†2006) unterstützt. Schmerzlich mussten Bertha und Heinrich Stille noch miterleben, als im April 1962 der Kleinbahnbetrieb eingestellt wurde. Als Anni Stille 2004 im Simeonsstift verstarb, stand das Haus noch einige Jahre leer. 2005 erwarb Wolfgang Westhoff den Besitz. Es folgte ein Um- und Anbau, der sich wegen der schwierigen Fachwerkausbauarbeiten bis 2010 hinzog. Jetzt ist das Haus mit der heutigen Bezeichnung Hollwieser Straße Nr. 20 ein Schmuckstück in diesem Bereich.

Stichwort Fachwerkhäuser an der Hollwieser Straße

Das linke Fachwerkhaus, welches der Familie Freitag als Wohn- und Bauernhaus diente, ist bereits um 1940 abgebrannt. Der Brand brach unter dem Dach aus, wo Stroh und Heu lagerten.

Das rechte Haus war, als die Aufnahme gemacht wurde, das Wohnhaus der Familie Gustav und Lina Kordes. Bruder

von Gustav Kordes war August Kordes, der zu dieser Zeit an der Volksschule Valdorf als Hauptlehrer unterrichtete.  Das hier noch freistehende Fachwerkhaus Hollwiesen Nr. 21 ist nach Stilllegung der Bahnstrecke  durch den Bewuchs von Bäumen von der Hollwieser Straße nur noch bedingt sichtbar.

Stichwort Fachwerkhaus Hollwiesen Nr. 30.

Das alte, idyllisch gelegene Fachwerkhaus Hollwiesen Nr. 30, welches an der Ecke der heutigen Herforder Straße/Bäckerstraße stand, wurde bereits um 1835 erbaut. Auf der Nordseite war einst ein Deelentor vorhanden. Das deutet darauf hin, dass dieses Haus ursprünglich als Bauernhaus genutzt und erst später zum reinen Wohnhaus ausgebaut wurde.

Als letzter Eigentümer bewohnte August Prüßmeier mit seiner Familie dieses Haus. 1964 verließ August Prüßmeier das Haus und zog auf den Bonneberg. Grund für den Auszug war der Ausbau der Herforder Straße (L778). Noch im selben Jahr erfolgte der Abbruch des Fachwerkhauses, da dieses der

Verbreiterung der Fahrbahn im Wege stand. Im Sommer 1965 begannen die Ausbauarbeiten zwischen Vlotho/Horst und Exter, die im Herbst 1966 abgeschlossen wurden.

Stichwort Valdorfer Molkerei

Seit 1960 ist es jetzt her, dass die Molkerei in Vlotho an der Herforder Straße ihren Betrieb einstellte. Unsere alte Molkerei, deren Gebäude heute noch unversehrt steht (ohne Schornstein), befand sich an einer recht günstigen Stelle. Bei Sasse auf der Horst hatte sie den Kleinbahnanschluss unmittelbar vor der Haustür. Der eigene Brunnen mit gutem Wasser, die damals doch noch recht modernen Anlagen und die fachkundige Belegschaft gewährten einen reibungslosen Ablauf der Milchverwertung und die Herstellung der verschiedensten Milchprodukte. Die Verwaltung des Betriebes lag in den Händen von Heinrich

Obermowe, der auch mit seiner Familie im Gebäude wohnte. Als 1960 der Molkereibetrieb stillgelegt wurde, gab es dort für einige Zeit noch eine Kartoffeldämpfungsanlage und später eine Wäscherei.

 

Gasthaus Iburg, gegenüber der Volksschule gegr. 1850.

 

Landschaft, die Horst gesehen vom Sprickberg. Foto: 1936.

 

Gasthof "Deutsches Haus"

Foto: um 1930        Bericht

Stichwort Hotel Vossieks-Mühle „Im Kanaan 22“

Der einstige Mühlenkomplex, der bereits 1816 im Besitz vom Müller Schröder war, war der Ursprung des Mühlen-Hotels. Seit 1898 befand sich die Mühle im Besitz der Familie Vossiek. 1913 wurde das alte Fachwerkgebäude ersetzt und für 45.000 Reichstalern entstand ein Neubau mit modernen Mahlwerken. Zur Einstellung des Mahlbetriebes kam es im Jahre 1955, als die damalige Besitzerfamilie Heinrich (1902-1962) und Lina (1905-1995) Vossiek, diese Wassermühle nicht mehr halten konnten. Der Druck der  Mitbewerber, die mit elektrischen Großmühlen produzierten, war einfach zu groß.

Geschichte  -  Vossiek

Zum weiter lesen, Bild anklicken.

Weitere Informationen und Bildern zur Mühle, finden Sie auf der Seite "Mühlen" / "Valdorf".

Stichwort Färberei Fasse Valdorf / Horst

Die „Fassesche" Färberei auf der Horst war die letzte ihres Gewerbezweiges im heimischen Bereich

Über Jahrhunderte hinweg bildete die Leinenerzeugung im Ravensberger Land und nicht zuletzt in Vlotho eine Quelle des Wohlstandes. Insbesondere die „Kleinen Leute" zogen daraus ihren Nutzen. Das klingt, zugegeben, wie Reichtum. So war es jedoch auch wiederum nicht. Die Leinengewinnung reichte gut und gern für das tägliche Brot. Es bedurfte aber einer mühevollen Arbeit - vom Aussäen des Flachses bis zur Ernte, vom Spinnen, Weben und Bietchen bis zum

fertigen Stück Leinen. Eines Tages aber verdrängte die Baumwolle den Flachs.   Zum weiter lesen, Bild anklicken.

Stichwort Klocke Fachgeschäft für Zweiräder

Das Fachgeschäft für Zweiräder aller Art mit angegliedertem Handwerksreparatur-Betrieb wurde am 20. September 1932 von Friedrich (Fritz) Klocke und seiner Ehefrau Frieda gegründet. Die Gewerbeanmelde-Bescheinigung Nr. 99 des Amtes Vlotho - die noch im Original vorliegt - weist einen Fahrradhandel nebst Reparaturwerkstatt aus. Die Eintragungsgebühr betrug damals 1,00 Mark. Repariert und gehandelt wurde in der „Waschküche" von Fritz Klockes elterlichem Haus in Valdorf West Nr. 190 (heute „Im Kanaan“).  

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Stichwort Bäckerei Delius an der Salzuflener Straße 16.

1911 übernahm Heinrich Delius zusammen mit seiner Frau Charlotte die Bäckerei Höckenschnieder an der Langen Straße Nr. 146, in der er vorher angestellt war. Am 2.7.1912 folgte der Umzug in die Geschäftsräume in Valdorf. Mit dem Pferdefuhrwerk wurden zuerst die einzelnen Kunden beliefert. Das änderte sich erst 1930. Als die Pferde für die Auslieferung der Backwaren zu langsam wurden, schaffte man einen Wagen an. 1948 kaufte Heinrich Delius einen Tempo-Dreiradwagen. Aber auch damit gab es Schwierigkeiten. Hermann Hoberg, der Sohn von Heinrich Delius, erinnerte sich: „Der Wagen war so schwach, dass man manchmal schieben musste."

Weil die Nationalsozialisten durch Ahnenforschung herausge­funden hatten, dass im 18. Jahrhundert ein Mann namens Hoberg auf einem Hof Delius eingeheiratet hatte und deshalb den Namen der Ehefrau annahm, mussten sich die Delius umbenennen.     Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Straßenverkehr in Valdorf, damals

Als Pferde- und Kuhgespanne noch den Straßenverkehr in Vlotho beherrschten.

In dem Bereich, wo sich die Herforder Straße in die Richtungen Exter und Valdorf gabelt, hat seit über 100 Jahren jenes Gebäude mit der einstigen Gastwirtschaft Sasse ( heute das gastgewerbliche jugoslawische Unternehmen „Dubrovnik") seinen festen Platz (siehe Foto). Im Haus nebenan, das von den Stämmen der hohen Straßenbäume fast verdeckt wird, lud ein großräumiger Saal ein zu festlichem Tun. Eines Tages allerdings erlebte das Haus einen Strukturwandel. Es war künftig dazu bestimmt, dass dort eine Filiale der Firma „Kornhaus“ Getreide einlagerte und verkaufte.   Zum weiter lesen, Bild anklicken.

Stichwort Kleine Landwirtschaft

Früher war das Leben um den Stadtkern von Vlotho von der Landwirtschaft geprägt. Die Industrie hatte noch keinen großen Einfluss. Heutzutage können kleine Höfe jedoch nicht mehr wirtschaftlich mithalten. Sie haben ihre Landflächen an größere Landwirte verpachtet oder verkauft. Für die Kleinbauern war der Tag eh und je eine harte Knochenarbeit, die nicht sehr einträglich war und nur zum Nötigsten reichte.  Auch die Kinder wurden für leichte und teilweise schwere Arbeit auf dem Land mit einbezogen. Spielen stand erst an zweiter Stelle.

Ich habe noch erlebt, wie der Küster der Valdorfer Kirche, Gustav Kleemeier, seine kleine Landwirtschaft mit Kühen bewirtschaftete. Das war 1955. Heute erfolgt die Arbeit ausschließlich mit Traktoren. Das Bild zeigt den Kleinbauern Westhoff mit seiner Frau bei einer Kaffeepause mit Malzkaffee, bevor das Pflügen mit den Kühen fortgesetzt wurde. Dieses Foto entstand 1921 auf dem Winterberg an der Saalegge / Vossgrund.

Stichwort  Valdorfer Bauernfamilien und ihre Namen

Die Menschen lebten früher noch nicht so dicht zusammen und kamen mit einem Namen aus.

Ursprünglich hatte jeder Mensch nur einen Namen. Da die Menschen vor 1.000 und mehr Jahren noch nicht so dicht zusammen saßen wie heute, genügte der völlig, um den Träger im Kreise der Siedlungsgemeinschaft eindeutig zu bestimmen. Erst als die Menschen in den Städten näher zusammenrückten und ihre Zahl sich ständig vergrößerte, ergab sich aus praktischen und übersichtlichen Gründen die Notwendigkeit eines zweiten Namens.

Auf dem dünnbesiedelten Lande, wozu früher auch das Gebiet der Gemeinde Valdorf gehörte, bedurfte es noch einiger Jahrhunderte, bevor alle Hof- und Städtebesitzer einen Familiennamen bekamen. Verschiedene prägten sich erst im 19. Jahrhundert so fest ein, dass sie sich nicht mehr änderten. Die in der Zeit von 1500 bis 1700 entstandenen Familiennamen wurden häufig noch erweitert, indem an diese Namen die Endung "-meier" oder auch "-mann" angehängt wurde.   Geschichte       Zum weiter lesen, Bild anklicken.

Stichwort Hof Meyer-Kahre

Die Abbildung des Fotos lenkt den Blick auf die künstlerisch gestaltete Vorderfront des bäuerlichen Fachwerkhauses von Wilhelm Meyer-Kare. Hollwiesen, Am Buchenhain Nr. 1. Das Haus ist Mittelpunkt eines Hofes, der etwa 150 Morgen unter dem Pflug hat. Der Ururgroßvater des derzeitigen Eigentümers ließ es 1818 erbauen. Für die am Bauvorhaben Schaffenden kam es zu jener Zeit weniger auf schnell fertige Arbeit an, als vielmehr auf den sinnvollen Bezug zur Örtlichkeil, ihrer Geschichte und dem Leben der Bewohner.

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Stichwort „Am Knickhaus“ Familienpension und Gastwirtschaft

Das Knickhaus in Valdorf-West Nr. 220 wurde am 1. April 1929 eröffnet. Zu Grunde lag ein Pachtvertrag mit der Gemeinde Valdorf. In diesem Vertrag hieß es unter anderem: „Die im Knickhaus vorhandenen Fremdenzimmer sind an Kurgäste und Sommerfrischler zu vermieten; sie müssen freundlich und sauber eingerichtet sein. Eine alkoholfreie Schankwirtschaft darf betrieben werden." Später konnten Karl Rabbeau sen. und seine Ehefrau Marie das „Knickhaus" käuflich erwerben, und sie erhielten auch die Konzession für „Alkoholisches", so dass sie neben der Fremdenpension mit voller Beköstigung der Gäste auch eine Gastwirtschaft betreiben durften. In jenen Jahren war das „Knickhaus"  - am Fuße des Knickberges an der jetzigen

Bäderstraße Nr. 17 - ein beliebtes Ausflugsziel. Marie Rabbeaus Küche war berühmt für ihre Güte und viele Vlothoer Töchter lernten bei ihr das Kochen.        Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Waldfreibad Valdorf

Von den Planungen im Jahr 1951 bis zur Fertigstellung waren vier Jahre vergangen. Dann aber hatte die Stadt Vlotho mit der Gemeinde Valdorf und dem „Turnverein Eintracht Valdorf“ ein modernes Freibad geschaffen. Es wurde ein Schwimmbecken geschaffen, das mit seiner 50 Meter Bahn eine wettkampfbedingte Länge hat. Auch das 1 Meter Sprungbrett und der 3 Meter Turm sind für Sportkämpfe geeignet. Überragend ist auch die große Wasserrutsche für Klein und Groß, die dem 400 qm großen Nichtschwimmerbecken angefügt ist. Ein Planschbecken für die Kleinen und eine große Liegewiese runden das herrlich gelegene Freibad ab.

Das Bad, welches zunächst noch unbeheizt war, erhielt 1971 eine erste Heizanlage, die die Wassertemperatur auf konstant 24 Grad hält. Seit Mai 2009 wird mit einem transportablen Blockheizkraftwerk das Wasser erwärmt, welches in der kalten Jahreszeit auf dem Winterberg die Räume des Gymnasiums beheizt.  Bericht

Stichwort Haus Stille

Am 28. Mai 1964 feierte das Haus Stille (Valdorf-West Nr. 110) in aller Stille Geburtstag. Es wurde 1864 erbaut.  Welcher   gewaltige Wandel hat sich seither vollzogen!  Das  alte  einfache  Fachwerkhaus  stand einst einsam an einer ausgefahrenen Straße. Jetzt führt die Bäderstraße (Nr. 8) an der Haustür vorbei und im anliegenden Wiesengelände lockt in Sommertagen das Waldbad gewaltige Besuchermassen nach Valdorf. Das über hundertjährige Haus hat sich inzwischen der Zeit angepasst. Das Fachwerk ist nun teilweise verkleidet, eigentlich schade.

Stichwort  Helmut Rethemeier

Ein großer Erfolg für Helmut Rethemeier aus Valdorf (geb. 1939), waren die XXI. Olympischen Sommerspiele 17. Juli bis 1. August 1976 in Montreal (Kanada).

Mit der deutschen Military-Equipe holte er am Sonntag dem 25. August 1976 die Silbermedaille in der Mannschaftswertung. Eine solche starke Leistung hatte zuvor kein Vlothoer Sportler erreicht. Nach der Rückkehr aus Montreral wurde er von tausenden Vlothoer Bürgern triumphal gefeiert.

Ein Bericht ist auf der Bildseite vorhanden.

Weitere Erfolge waren: 1978 die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft in Lexington (USA) mit Ladalco und 1982 die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft in Luhmühlen sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung – diesmal mit Santiago. 1981 wurde er bei der EM in Horsens Vize-Europameister und bei der DM Vizemeister jeweils mit Santiago. Dreimal – 1972, 1977 und 1980 – war er Westfälischer Meister in der Vielseitigkeit.

Stichwort  Holmskrug

Die Geschichte des Holmskrug in Valdorf-Ost Nr. 127 geht bis ins Jahr 1906 zurück, als August Holmann den Besitz von seiner Mutter Johanne Move übernahm, die bis dahin einen Ausschank betrieb. Im Jahr 1912 übernahm der Bäckermeister Schmidt das Anwesen und erweiterte es durch ein Kolonialwarengeschäft. In den nächsten Jahrzehnten wechselten die Besitzer mehrmals. Als 1964 das linke Foto entstand, führten Irmgard und Alfred Zurheide die Gaststätte. Auch der Sportverein SuS Winterberg hatte in dieser Zeit den Holmskrug als Vereinslokal. So mancher Winterberger kann sich noch heute an die Fußballspiele auf dem Sportplatz erinnern, der direkt neben dem

Holmskrug liegt. Heute ist  an der Bretthorststraße Nr. 140 das „Troubadour Märchenzentrum“ ansässig.

Stichwort Unwetter in Vlotho und Valdorf 1931. Einen ausführlichen Bericht finden Sie auf der Seite Straßen und Bäche.

Ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Valdorf bis 1969.    

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