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Valdorf

 

Ortsteile

Bonneberg - Hollwiesen - Steinbründorf - Wehrendorf

 

Diese Seite soll ältere Bürger dieser Stadt an ihre Jugendzeit erinnern und für die jüngeren einen kleinen Blick in die Geschichte

der Stadt Vlotho ermöglichen.

 

Valdorf, um 1055 zuerst als Valethorpe urkundlich genannt, war zunächst der Name der kleinen Bauerschaft bei der Kirche. Im Amt Vlotho bildete das Kirchspiel Valdorf die Vogtei Wehrendorf. 1843 schlossen sich die Bauerschaften Bonneberg, Hollwiesen, Steinbründorf, Valdorf und Wehrendorf zur Gemeinde Valdorf zusammen.

Bonneberg

Zum Ortsteil Bonneberg gehörten, Papierfabrik Union Werk (heute Lohmeier-Schaltschränke) und Betonsteinwerk August Brinkmeyer.

Hollwiesen

Der Ortsteil Hollwiesen begann (beginnt) an der Herforder Straße Nr. 108 (Volksbank in Valdorf).

Stichwort Haus Kleinbahnhof  Hollwiesen Nr. 42 (bis 1969)

Dieses kleine, aber wohl bekannteste Valdorfer Häuschen war einst das Wohn- und Arbeitshaus der Familie Stille. Bertha (*1893-†1966) und Heinrich (*1891-†1963) Stille waren mit der Herforder Kleinbahn eng verbunden. Er war Rottenaufseher bei der Herforder Kleinbahn GmbH, während Bertha Stille die Aufgaben im Bahnhof Hollwiesen-Wehrendorf erledigte. Leider ist über dieses Haus und deren Aufgaben nicht viel überliefert. Fest steht jedoch, dass hier Fahrkarten für die Kleinbahn verkauft wurden und, dass es einen kleinen Warteraum für die Kleinbahnfahrgäste gegeben haben soll. Über Jahrzehnte lief alles seinen gewohnten Gang. Hohe Fahrgastzahlen sorgten für glorreiche

Zeiten. Bertha und Heinrich, die inzwischen das gehobene Alter erreicht hatten, wurden von Ihrer Tochter Anni (*1921-†2006) unterstützt. Schmerzlich mussten Bertha und Heinrich Stille noch miterleben, als im April 1962 der Kleinbahnbetrieb eingestellt wurde. Als Anni Stille 2004 im Simeonsstift verstarb, stand das Haus noch einige Jahre leer. 2005 erwarb Wolfgang Westhoff den Besitz. Es folgte ein Um- und Anbau, der sich wegen der schwierigen Fachwerkausbauarbeiten bis 2010 hinzog. Jetzt ist das Haus mit der heutigen Bezeichnung Hollwieser Straße Nr. 20 ein Schmuckstück in diesem Bereich.

Stichwort Fachwerkhäuser an der Hollwieser Straße

Das linke Fachwerkhaus, welches der Familie Freitag als Wohn- und Bauernhaus diente, ist bereits um 1940 abgebrannt. Der Brand brach unter dem Dach aus, wo Stroh und Heu lagerten.

Das rechte Haus war, als die Aufnahme gemacht wurde, das Wohnhaus der Familie Gustav und Lina Kordes. Bruder

von Gustav Kordes war August Kordes, der zu dieser Zeit an der Volksschule Valdorf als Hauptlehrer unterrichtete.  Das hier noch freistehende Fachwerkhaus Hollwiesen Nr. 21 ist nach Stilllegung der Bahnstrecke  durch den Bewuchs von Bäumen von der Hollwieser Straße nur noch bedingt sichtbar.

Stichwort Hof Meyer-Kahre

Die Abbildung des Fotos lenkt den Blick auf die künstlerisch gestaltete Vorderfront des bäuerlichen Fachwerkhauses von Wilhelm Meyer-Kare. Hollwiesen, Am Buchenhain Nr. 1. Das Haus ist Mittelpunkt eines Hofes, der etwa 150 Morgen unter dem Pflug hat. Der Ururgroßvater des derzeitigen Eigentümers ließ es 1818 erbauen. Für die am Bauvorhaben Schaffenden kam es zu jener Zeit weniger auf schnell fertige Arbeit an, als vielmehr auf den sinnvollen Bezug zur Örtlichkeil, ihrer Geschichte und dem Leben der Bewohner.

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Stichwort Fachwerkhaus Hollwiesen Nr. 30.

Das alte, idyllisch gelegene Fachwerkhaus Hollwiesen Nr. 30, welches an der Ecke der heutigen Herforder Straße/Bäckerstraße stand, wurde bereits um 1835 erbaut. Auf der Nordseite war einst ein Deelentor vorhanden. Das deutet darauf hin, dass dieses Haus ursprünglich als Bauernhaus genutzt und erst später zum reinen Wohnhaus ausgebaut wurde.

Als letzter Eigentümer bewohnte August Prüßmeier mit seiner Familie dieses Haus. 1964 verließ August Prüßmeier das Haus und zog auf den Bonneberg. Grund für den Auszug war der Ausbau der Herforder Straße (L778). Noch im selben Jahr erfolgte der Abbruch des Fachwerkhauses, da dieses der

Verbreiterung der Fahrbahn im Wege stand. Im Sommer 1965 begannen die Ausbauarbeiten zwischen Vlotho/Horst und Exter, die im Herbst 1966 abgeschlossen wurden.

Steinbründorf

Stichwort Schule Steinbründorf

Man schrieb das Jahr 1898, als das in Steinbründorf erbaute Schulgebäude (Bild links) seiner Bestimmung übergeben wurde. Es bestand gewissermaßen aus zwei Teilen: dem größeren Gebäude mit einem Klassenraum und dem etwas zurückverlegten Bau mit dem verandaähnlichen Eingang, „bestimmt als Lehrerwohnstatt“. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 18.500 Reichsmark. Der Gebäudekomplex, der etwa am Eingang zum Naturschutzpark, genauer gesagt direkt gegen über der Gastwirtschaft „Zur wilden Sau“ (Hillebrand), angesiedelt wurde,  ist bis auf den heutigen Tag nicht im Mindesten baulich verändert worden. So wollte es und setzte es auch der damalige

Denkmalspfleger durch, dem es vor allem die Maueröffnungen für die wegen ihrer Form, so bezeichneten Korbfenster „angetan" hatten. Er hielt diese Gestaltung der Fensternischen für ein stilprägendes Sinnbild der nahezu abgeschlossenen Umstellung von der Fachwerk- zur Massivbauweise. Es bedurfte der ausdrücklichen Zustimmung seines Nachfolgers, dass das aus lasierten roten Ziegelsteinen gefügte Schulgebäude später verputzt werden konnte. Was war der Grund des denkmalpflegerischen Sinneswandels?

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Stichwort Hof Vogt / Kracht Steinbründorf Nr. 86 / Quellenweg 4

Die verstreut liegenden Höfe am Bonstapel sind Anlagen aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts, als die Hude aufgeteilt wurde. Es sind Kotten von Zieglern, Zigarrenarbeitern und Kuhbauern, die jeweils den Quellen verhaftet sind und beiderseits der Bachläufe liegen. Einer dieser Höfe ist die sieben Morgen große Stätte von Wilhelm Vogt Steinbründorf Nr. 86 (Vogts Stieh), gelegen „Auf der Helle" (Flurname nach Heimburg um 1750) am Fuße des Bonstapels (siehe Bild). Eine Inschrift über dem Torbogen ist noch erhalten und liebevoll restauriert.

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Stichwort Hof Krumme / Selberg Steinbründorf Nr. 58 / Quellenweg 3

Ein alter Landwirtschaftlicher Betrieb ist der Hof Krumme, der idyllisch im Tal zwischen dem Bonstapel und Nettelberg eingebettet ist. Neben der Landwirtschaft betrieb Familie Krumme eine Wassermühle, die bereits 1811 von Johann Prüßner angelegt wurde und von der Linnenbeeke gespeist wurde. Die Quelle, die nur etwa 80 Meter weiter oberhalb liegt, brachte und bringt soviel Wasser hervor, dass ein Mahlbetrieb, dank zweier Stauteiche, möglich war.

Seit Anfang der 1890er Jahre ist Hof und Mühle im Besitz der Familie Krumme, wovon sich auch der Name '"Krummen Mühle" herleitet. Zunächst leitete August Krumme Hof und Mühle, später übernahm sein Sohn Fritz (*1909-†1974) den Besitz. Kamen früher auch Kunden aus der

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Hof Krumme - Nordansicht um 1939

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Nachbarschaft (Wolfskuhle, Hellkamp), so lief die Mühle in den letzten Jahren fast ausschließlich für den Eigenbedarf, bevor sie 1954 stillgelegt wurde. Nur kurze Zeit danach wurde die Mühle, der man inzwischen das hohe Alter ansah, abgebrochen. Wo einst die alte Mühle mit Stallungen stand, erhebt sich heute ein modernes Wohnhaus, welches die Töchter von Fritz Krumme (Edith Selberg / Anita Kortmann) heute ihr Eigen nennen.

Stichwort  Helmut Rethemeier

Ein großer Erfolg für Helmut Rethemeier aus Valdorf (geb. 1939), waren die XXI. Olympischen Sommerspiele 17. Juli bis 1. August 1976 in Montreal (Kanada).

Mit der deutschen Military-Equipe holte er am Sonntag dem 25. August 1976 die Silbermedaille in der Mannschaftswertung. Eine solche starke Leistung hatte zuvor kein Vlothoer Sportler erreicht. Nach der Rückkehr aus Montreral wurde er von tausenden Vlothoer Bürgern triumphal gefeiert.

Ein Bericht ist auf der Bildseite vorhanden.

Weitere Erfolge waren: 1978 die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft in Lexington (USA) mit Ladalco und 1982 die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft in Luhmühlen sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung – diesmal mit Santiago. 1981 wurde er bei der EM in Horsens Vize-Europameister und bei der DM Vizemeister jeweils mit Santiago. Dreimal – 1972, 1977 und 1980 – war er Westfälischer Meister in der Vielseitigkeit.

Wehrendorf

Stichwort Schule Wehrendorf

Die Schule in Wehrendorf war die zweitälteste der Gemeinde Valdorf. Zu ihrem Bezirk gehörten die Bauerschaften Wehrendorf, Steinbründorf und Teile von Hollwiesen. Wann diese den ersten Schulmeister anstellten, ist nicht bekannt. Es liegt aber ein Bericht aus dem Jahre 1730 vor, in dem es heißt: In Wehrendorf ist von alters her ein Schulmeister gewesen.

Das erste Schulhaus wurde jedoch erst im Jahre 1759 gebaut. Es kostete 182 Taler. Die Wehrendorfer Schule sollte eigentlich eine Abbauschule sein, aus der die älteren Jahrgänge auf die Hauptschule in Valdorf übergehen sollten. Sie blieben aber, zumal die meisten Kinder erst mit 10 oder 11 Jahren mit dem

Schulbesuch anfingen, stets in Wehrendorf. 1751 fand der Schulinspektor Pastor Dreckmann aus Vlotho dort 46 Kinder vor. Die Lage des Lehrers war sehr kümmerlich. Ohne Garten und ohne festes Gehalt musste er sich mit dem wenigen Schulgeld kläglich durchschlagen. Um 1770 wurde ihm aber ein Stück Land aus der Gemeinde als Schulland zugeteilt.     Zum Weiterlesen, Bild anklicken.        

Stichwort Glockenturm in Wehrendorf (Erbaut 1828)

Der denkmalgeschützte Turm im Garten des Küsterhauses befand sich in einem sichtbar zweifelhaften Zustand - kein Wunder, nach fast 160 Jahren bewiesener Standfestigkeit. Auch waren Querverstrebungen, die 1951 als Stabilisatoren eingefügt worden waren, verwittert, teilweise gebrochen. Irgendjemand hatte dann den Bau eines Fundamentes durchgeführt, wann genau, lässt sich nicht mehr sagen. Es war jedenfalls nach dem Krieg.

 

Geschichte       Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Stichwort Die Geschichte des Sonntagskruges

Die Vorgeschichte:

Im Jahre 1847 ließ der Bauer Friedrich Kopsmeier, Wehrendorf 2l, unweit seines Hofes (dem seinerzeit größten in der Bauerschaft Wehrendorf) ein Haus an der Straße Vlotho/Wüsten bauen. Er verpachtete es dann an Johann Hermann Sonntag mit dem Übereinkommen, dort eine Schankwirtschaft zu eröffnen. Wie gesagt, so getan. Bevor jedoch Verpächter und Pächter zu Rande kamen, mit anderen Worten die auch dazumal schon unumgängliche Konzession (Erlaubnis) zum Ausschank von Spirituosen erteilt wurde, mussten

noch einige Unklarheiten ausgeräumt werden. Hinter vorgehaltener Hand raunte man sich nämlich zu, dass Kopsmeier zusätzlich zu seinem landwirtschaftlichen Betrieb die Schankwirtschaft selber zu nutzen vorgesehen und Sonntag daher nur als Strohmann vorgeschoben habe. Vielleicht waren Neidkomplexe die Ursache des Gerüchts, wie Gemeindevorsteher Lohkamp meinte.           Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

 

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