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Valdorfer Straße / Dammstraße

 

Diese Seite soll ältere Bürger dieser Stadt an ihre Jugendzeit erinnern und für die jüngeren einen kleinen Blick in die Geschichte

der Stadt Vlotho ermöglichen.

Ende der Langen Straße / Anfang Valdorfer Straße /  Dammstraße

 

Viele Straßennamen bedürfen keiner besonderen Erklärung. Zu ihnen gehören die Straßen, die zu den Nachbarorten hinführen. Die älteste ist die Valdorfer Straße, die erst in den 1840er Jahren durch die im Tal gebaute Herforder Straße ersetzt worden ist.

Stichwort Straßenbezeichnung „Valdorfer Straße“

Von den 370 Straßennamen im gesamten Vlothoer Gebiet blicken nur wenige auf ein hohes Alter zurück. Eine alte Straßenbezeichnung ist die Mohlenstraße, die bereits im Urbar von 1556 als einzige Straße von Vlotho erwähnt wird. Sie ist heute als Mühlenstraße bekannt. Erst im Jahr 1910 wurden für alle Straßen im Vlothoer Stadtgebiet Namen vergeben. Auch die Valdorfer Straße war dabei. Doch ihr Bereich begann nicht an der Herforder Straße, so wie wir es heute kennen, sondern erst in Höhe der Straße „Zu den Lärchen“ und dann weiter Richtung Valdorf. Bis um 1935 hieß der untere Bereich Friedhofstraße.

Als Erinnerung an die alte Valdorfer Straße, die weiter oben begann, soll eine Ansichtskarte der Pension Tölle dienen, die an der damaligen Valdorfer Straße Nr. 4 lag und dessen Haus heute die Nr. 38 trägt. Abbildungen der Pension Tölle, finden Sie auf der Bildseite.

Stichwort Ende Lange Straße / Anfang Valdorfer Straße

Durch die Stadtsanierung sind auch an der Valdorfer Straße einige Häuser dem Bagger zum Opfer gefallen.

 

 

Blick in die Lange Straße um 1973.

Links, Päckmann, rechts Klinksiek.

 

 

Ein Luftfoto von der Oelbrinkstraße

und Dammstraße.

 

Stadtplan und Informationen 1963

Dammstraße / Valdorfer Straße

Lange Straße / Herforder Straße

Stichwort Anfang der Valdorfer Straße

Auf Grund der Stadtsanierung sind auch am Anfang der Valdorfer Straße fünf Häuser  entfernt worden. Auf der linken Seite waren es die Häuser Stuckenbrock Nr.2 Lebensmittel und Haushaltswaren und Haus Schrader Nr. 4.  Auf der

Forellenbachbrücke

 

rechten Seite waren es die Häuser    Zahnarzt Dittmer Nr. 1, Haus Bonse

Einmündung Valdorfer Straße

Nr.3 und der Frisörsalon Schwarze Nr. 5.  Alle Häuser wurden zwischen 1972 und 1977 abgerissen.

 

 

 

Stuckenbrock

 

Stichwort  Stuckenbrock

Die Geschichte des Hauses Stuckenbrock

Der Kaufmann Ludwig Carl Georg Stuckenbrock, geboren 1881, eröffnete 1911 im früheren Brockmannschen Hause an der Langen Straße Nr. 99 ein Geschäft für Lebensmittel und Haushaltswaren. Im Jahre 1929 gab er diesen Standort auf und zog in den zuvor errichteten Neubau an der Valdorfer Str. 2, Ecke Dammstraße. Dort leitete Ludwig Stuckenbrock den Betrieb bis 1941. Danach übernahm seine Ehefrau Johanna Stuckenbrock für fünf Jahre die alleinige Führung. Als Sohn Werner 1946 aus dem Kriege heimkehrte, wurde die Geschäftsführung auf ihn übertragen. Jetzt ging es zügig aufwärts. Als 1960 die Geschäftsräume in die Jahre gekommen waren, wurden diese erweitert und modernisiert. Gleichzeitig wurde das Haus durch eine große Schaufensterfront der Zeit angepasst. Gut zehn Jahre später kam das Aus, da das Haus der seit Jahren geplanten Durchgangsstraße L778 im Wege stand. 1973 wurde das Geschäft geschlossen und ein Jahr später wurde das vertraute Geschäftshaus Stuckenbrock abgerissen.

Stichwort Schrage Schuhmachermeister

Das Haus Valdorfer Straße Nr. 66 kann man getrost als Schuhmacherhaus bezeichnen. Denn bereits vor 1900 wurden dort von Friedrich Schrage (†1936) Schuhe gefertigt und repariert. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn August den Betrieb (weitere Kinder waren Karl 1915-2004 und Luise) und führte diesen bis zur Einberufung in die Deutsche Wehrmacht und zum Kriegsdienst weiter. Wie viele andere auch, kam August Schrage nicht aus dem Krieg zurück. Etwa ab 1945 wurden die Schuhmacherarbeiten durch den Flüchtling? Herrn Zöllner fortgesetzt, der in diesem Haus zwangseinquartiert worden war. Wenige Jahre nach dem Krieg wurde dann die Werkstatt

an einen Herrn  Klocke verpachtet. Es erfolgte zudem ein Umbau des Gewerberaumes, der dann vom Frisörmeister Robert Flörkemeier (*1919 - †1977) von 1955-1968 gemietet wurde.  Zuvor hatte Robert Flörkemeier seinen Frisörsalon an der Langen Straße Nr. 35, im „Haus Brockmann“ gegenüber des Bahnhofes. Schließlich wurden alle Gewerbeaktivitäten dieses Hauses eingestellt. Danach (1975) kam es zum Großumbau des Hauses durch Karl Schrage und seinem Sohn Karl-Heinz. Es entstand ein modernes Wohnhaus, so wie wir es heute (2010) kennen.

Stichwort Dammstraße

Durch die Stadtsanierung und Neubau der Mindener Straße ist die Dammstraße komplett entfernt worden. Sie führte von der Valdorfer Straße bis zur Oelbrinkstraße. Drei Häuser standen entlang der Südseite, die andere Straßenseite grenzte an den Forellenbach. Als erstes war rechts das Fachwerkhaus der Firma Schlüter (Öle und Schmierstoffe) untergebracht. Ferner gehörte hierzu eine Tankstelle der Tankstellengruppe Rückwarth. Die zwei Zapfsäulen sind auf dem Foto gerade noch sichtbar.

Die anderen Häuser an der Dammstraße waren das Wohnhaus des Apothekers Wilhelm Kannegießer und ein Kindergarten. Leiterin dieses Kindergarten war Frau Stock (1970). Alle Häuser wurden 1973 abgerissen.

 

Tankstelle Schlüter

 

 

Haus Kannegießer

 

 

Kindergarten

 

 

 

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